... angekündigt wurde, aber das war gestern schon ziemlich heftig. Neben dem Trainingseffekt wurde auch die Psyche teilweise heftig geprüft und belastet.
Ich wusste gestern beim Wegfahren schon was mich erwarten würde: Wind aus dem Norden durch den Schlurf des Murtales noch kanalisiert verheißt nichts gutes! Aber Training ist Training und das wird durchgezogen. Ich fahre gegen den Wind weg und vom ersten Meter an bedarf es ziemlicher Anstrengung über haupt weiter zu kommen, von einem zügigen Rollen kann nicht die Rede sein. Ich hoffe, dass ich in den Seitentälern etwas freier Bahn haben werde und im Stübingtal finde ich diese Ruhe. Nach einem kurzen Anstieg wechsle ich ins Södingtal und da ist es windstill (ich habe die Spuckprobe gemacht).
Die nächsten Kilometer waren die geilsten aus den letzten Trainingswochen ... vergleichbar mit der langen Ausfahrt in der Gruppe auf Lanzarote. Nur ... diesmal fahre ich alleine mit Topspeed 57km/h am Aerolenker liegend durch die Gegend! Durchschnittsgeschwindigkeit auf der flachen Strecke 48km/h auf einer Strecke von knapp 17km. Ich habe gekurbelt und gekurbelt ... den höchsten Gang ausgetreten ... das war geil!!!
Da hat es mir dann gar nicht mehr soviel ausgemacht, dass die letzen 25km wieder voll gegen den Wind zu fahren waren.
Nur eine kritische Situation muss ich auch festhalten: ein alter Opi hat mich voll ignoriert - fährt in die Kreuzung rein und schaut nicht, ob von links was kommen könnte. Habe ihm dann beim Überholen mit ein paar eindeutigen Gesten meine Meinung über seine Fahrzuverlässigkeit vermittelt.
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