29.05.2008

Highspeed Reifenplatzer

Glück im Unglück hatte ich heute ... bei meiner Radausfahrt heute am späten Nachmittag ist die auf 8 bar komprimierte Luft im Hinterreifen meines Rades mit einem lauten Knall schlagartig entwichen! Und das bei etwa 50km/h! Es gibt angenehmere Ereignisse, aber es ist alles gut gegangen. Als Mountainbiker der ersten Stunde bin ich ja einiges gewohnt und so konnte ich das schlingernde Rad gut abfangen.

Ursachenforschung: ein Kiesel mit fiesen spitzen Kanten von der Größe eines Würfels; den habe ich voll mit dem Hinterrad erwischt. Der Schlauch war an zwei Stellen ca. 2cm aufgerissen (geplatzt) und der Mantel ist auch mit einem 10mm langen Riss für die nächsten Ausfahrten nicht mehr geeignet. Der Ersatzschlauch ist zwar leicht durch diesen Riss aus dem Mantel gequollen, aber er hat die 40km Heimfahrt gut gehalten.

Das war mein zweiter Defekt in diesem Jahr - in Anbetracht der vielen Rennrad-Kilometer eh keine schlechte Bilanz.

26.05.2008

Antworten, inkl. kurze Analysen

Jetzt habe ich so manche Antwort auf die Fragen, die ich mir letzte Woche noch gestellt hatte - hier eine kurze Zusammenfassung.

Frage: Wie wird es beim Schwimmen?

Antwort:

Es ist hart - ohne Zweifel - aber es ist alles zu schaffen. Ich habe mich bewusst in der Mitte des Pulks platziert damit ich auch das Gezerre und Gerangel mitbekomme. Klar habe ich was abgekriegt und ich habe die Körper und Gliedmaßen der Leute neben mir gespürt - aber nach kurzer Zeit habe ich mich "beruhigt" und bin locker, aber (sehr) langsam geschwommen (das Problem mit der Brille ist nicht der Grund für die unter den Erwartung gebliebene Schwimmleistung).

Mein Respekt vor dem Schwimmen war hoch, ist hoch und bleibt hoch. Doch der Weg zum Erfolg (Erfolg = Schwimmen der Distanz) führt über lockeres Schwimmen, keine Hast, keine Eile, keine Hektik. Ein Armzug gefolgt vom nächsten bringt das Ziel (Ziel = der Ausstieg) näher!

Was ich hier positiv hervorheben möchte: als ich Platz hatte, habe ich mich auf die Technik konzentriert - Armzug oberwasser, hoher Ellbogen, Fingerspitzen streifen an der Wasseroberfläche; Streckung, Schulter nach vorne; Abklappen des Handgelenks, Armzug unter Wasser mit hohem Ellbogen, langer Armzug, Beschleunigungsphase ... knapp vor dem Ausstieg aus dem Viehofner See hat das gut geklappt. Dann wurde ich langsam müde und geriet wieder in diverse kleinere Fights (weil ich von den Schnellen der nächste Startwelle eingeholt wurde); das hat mich immer wieder kurz aus dem Rhythmus brachten - es bleibt also genügend Raum für eine Verbesserung!


Frage: Wie wird es mir auf dem Rad gehen?

Antwort:

Bei meiner Paradedisziplin klappte alles wie am Schnürchen. Ich habe ein gewisses Risiko genommen und darauf verzichtet einen Ersatzschlauch und Werkzeug mit zu führen. Mit der 171. Zeit am Radsplit bin ich sehr zufrieden - zumal ich mich bewusst gezügelt habe.

Auf der S33 war ich mit dem Puls nach der Wechselzone zwischen 135 und 142bpm. Ich habe überholt wie ein Irrer, fühlte mich sehr gut, habe mich aber in Anbetracht der noch kommenden 80km am Rad auf einen HF Bereich von ca. 120-125bpm eingeschränkt. Der Durchschnittsspeed lag trotzdem noch bei fast 40km/h (bei leichtem Gegenwind).
Beim ersten Anstieg konnte ich zahlreiche Mitstreiter überholen - ohne mich auszupowern; Puls war maximal bei 150bpm - aber nur ganz kurz.

Entlang der Donau das gleiche Bild wie auf der S33 - ich habe viele überholt - habe mich aber bewusst zurück gehalten - average heartrate 122bpm. Beim Anstieg nach Gansbach ... hier passiere ich sehr viele Mitstreiter mit 146 Puls (max.) - also weit weg von meinem Limit.

Die letzten 22km habe ich zur Vorbereitung auf den Laufsplit genutzt - sprich Aufnahme von Nahrung (Gel) und Flüssigkeit, lockern der Muskeln, habe aber mein Bike trotzdem "fliegen" lassen.

Das Trinkflaschensystem (& das Trinken) hat super funktioniert, Ernährung und Verträglichkeit der zugenommenen Gels und Riegel ebenso.

Das Cervelo ist ein Wahnsinn! Alles super eingestellt (von Hannes (Rad-)Fuchs)! Die Sitzposition passte perfekt - ich bin nur ganz selten aus der Position raus gegangen und das auch nur wenn es wirklich notwendig war. Der Druck auf die Pedale ist schon recht gut, bis zum IM wird es noch besser werden und an etwas mehr Überhöhung werde ich mich bis dahin auch gewöhnen.

Alles in allem ... zur Perfektion fehlte hier nicht viel! Bei der Einteilung der Kräfte hätte ich hier sogar mehr "riskieren" können. Aber ... das passt schon wie es war!


Frage: Wie werde ich mit der Vorbelastung den Lauf bestreiten?

Antwort:

Sehr gut! Die Vorbereitung auf den letzten Rad-Kilometern hat sich ausgezahlt. Das Anlaufen in den Laufsplit heraus aus dem Wechselzelt war einfach; der erste Kilometer war schnell erledigt; danach habe ich aber wieder raus genommen - ich wollte nicht übertreiben.

Die erste Runde verlief problemlos; nur ein kurzer "Boxenstop" an einem Baum (2. Laufsplit), danach ging es um etwas Flüssigkeit erleichtert weiter. Beginne eine Quatscherei mit einem Läufer, der schon leicht gezeichnet war. Nach ca. 2km erhöhe ich meine Pace aber wieder. Durch die Eventarena durch starte ich in die zweite 10.5km Runde.

Gebe am Beginn der Runde richtig Gas; das wäre die richtige Pace gewesen, um sub-5 zu finishen. Ich habe aber immer noch Bedenken ob ich den Speed wirklich noch bis zum Finish durchhalten könnte - sprich ... ich nehme wieder raus, denn ICH WILL LAUFEND FINISHEN! Und ich hatte Bedenken, ob meine Verdauung diesesmal durchhalten würde (beim Halbmarathon in Graz hatte ich ja extreme Probleme in der 2. Hälfte des HM).

Wieder quassle ich mit einer Mitstreiterin, von der ich mich nach 2km des gemeinsamen Laufens und Redens wieder verabschiede. Im letzten Laufsplit genieße ich nur mehr die Stimmung, klatsche mit Kindern am Wegesrand ab, die eine Mordsstimmung machen und eine Mords-Gaudi haben, dass wieder jemand die Hand hingehalten hat. Ich zähle die Kilometer anhand der aufgestellten Distanzangaben runter und freue mich schon auf den letzten Run durch die Arena.

Zieleinlauf ... Blick auf die Uhr im Zielbogen - 5:27:56 (minus 25min -> 4 Startwelle) - knapp über 5 Stunden, aber ich bin zufrieden!

Insgesamt bin ich mit dem Laufen sehr zufrieden. Auch hier wäre definitiv mehr möglich gewesen (1h 30min ist realistisch). Beim Laufen habe ich bewusst auf die Bewegungsmuster Einfluss genommen; die (linke) Wade war ja mein "Problemkind" gewesen - diesmal aber klappte alles bestens. Wade frei, Oberschenkel zwar nicht mehr ganz frisch, aber die Muskeln arbeiten wunderbar. Kein Problem mit den Gelenken!
298. Zeit auf der Halbmarathon Distanz ist ausbaufähig, aber auch hier überwiegt meine Zufriedenheit mit dem Geleisteten!

Fazit:
Angesichts meiner Zurückhaltung beim Radeln und Laufen würde ich meinen, dass 4h 45min möglich gewesen wäre. Leider bin ich beim Schwimmen hinter meinen eigenen Erwartungen geblieben, denn ich weiß, dass ich es in 40min hätte schaffen können; hier fehlt es mir aber noch an Erfahrung - aber das wird noch! In den Wechselzonen war ich auch nicht der Schnellste und Organisierteste - also auch hier gibt es Raum für Verbesserung.

25.05.2008

Race-Bericht

Tja - wie war es beim Bewerb 70.3 St. Pölten?

Schwimmen:
1.9km sind verdammt lang! Zum Glück gab es einen Wellenstart, sodass lediglich ca. 250 Athleten mit mir auf den Startschuss für die 4. Welle im Viehofner See warteten. Trotzdem war es ein Gedränge und Gezerre und ich war froh, dass sich das bis zur erste Boje etwas aufgelöst hatte. Ich habe dann allerdings den Fehler gemacht, dass ich die Boje innen angeschwommen bin und schon wieder war ich im Getümmel. Irgendwann habe ich einen Schlag auf die Brille bekommen. Ich kann nicht einmal sagen, ob es ein Fuss oder eine Hand war, die mich da gestreift hat - egal auch, aber danach musste ich alle 2-3 Minuten den Dunst in meiner Brille mit Wasser ausspülen. Nach dem Landgang und dem Wechsel und den Ratzersdorfer See hatte ich schon mal die halbe Schwimmdistanz geschafft - mein Problem mit der Brille bestand aber weiterhin.

Fazit fürs Schwimmen:
44min 28sek. (1011. Zeit) sind nicht das was ich mir erwartet habe und auch nicht das was ich schaffen könnte. Für den ersten Wettbewerb muss und will ich aber damit zufrieden sein - es ist eine Standortbestimmung und ich bin froh, dass ich es geschafft habe.

Wechselzone 1: Swim-to-Bike
Nachdem ich nicht der schnellste Schwimmer war konnte ich meinen Wechselsack leicht finden! Rein ins Zelt damit und runter mit dem Neopren - Helm rauf und raus. Mein Bike war genauso verweist wie auch der Wechselsack, sodass ich es nicht nur leicht finden konnte, sondern auch genug Platz hatte. Nach 4min 35sek. war ich auf der Radstrecke.

Rad:
Von Beginn an ging es mir gut. Nach dem Einrollen ging es auf die Schnellstrasse S33. Aufgereiht wie auf einer Perlenschnur zog sich eine Kette von hunderten Athleten über die S33. Blicker raus und mit 45km/h (40km/h Schnitt auf den ersten 20km) konnte ich Platz um Platz gut machen. Beim ersten Anstieg habe ich die Leute gezählt an denen ich vorbei gefahren bin ... 83 waren es, wobei mich niemand überholt hat!
Bei der Labestation Krustetten fülle ich meine Trinksystemflasche wieder mit Wasser auf und stürze mich in die Abfahrt. Fast permanent in Aeroposition heize ich die Hügel runter und überhole und überhole. Entlang der Donau war es super zu fahren - leichter Rückenwind - viele Überholmanöver. Obwohl ich einige Marshalls auf der Strecke gesehen habe, hat sich doch eine Gruppe von 6-7 Windschattenfahrern gefunden, die mit 20cm Abstand zueinander in einem Zug an mir vorbei sind - ungeahndet! Beim Anstieg nach Gansbach (2. Labestation) habe ich dann alle wieder überholt. Hier habe ich leider nicht alle gezählt (die ich überholt habe), bei 65 habe ich aufgehört und da waren noch 1.5km zu fahren.

Der Rest der Strecke ist einfach. Es findet sich aber wieder ein Windschattenlutscher (Startnummer 1260), der sich in meinen Windschatten hängt und wie eine Fliege am Arsch klebt (leider konnte ich ihm keinen warmen Wind gönnen!). Sorry für den folgenden Ausspruch ... wäre er in die Botanik ausgeritten - ich hätte ihm keinen Blick gegönnt.

Fazit für den Radsplit: 2h 32min 19sek. (171. Zeit) sind sehr gut - vor allem mit dem Wissen, dass ich mich bewusst zurück gehalten habe. Auf der S33 wäre mehr möglich gewesen und entlang der Donau habe ich bewusst raus genommen. Anstieg Gansbach war mein Puls auf max. 146bpm ... also eine lockere Auffahrt. Warum? Ich wollte mir für den Laufsplit Energie aufsparen.

Wechselzone 2: Bike-to-Run
Das Auffinden meines Wechselsackes war schwieriger, aber ich hatte ihn mit einem roten Band markiert und so war das auch zu lösen. Ich packe ein paar Gels in mein Trikot und will die Schuhe anziehen ... blöderweise habe ich einen Knoten in den Schnüren - deshalb verplempere ich 2min 34sek. in der Wechselzone. Nun aber raus aus dem Zelt durch die Eventarena!

Laufen:
Das Anlaufen klappt super! Den ersten Kilometer habe ich in 4:20 geschafft. Dann zügle ich mich ein wenig und laufe locker mit 142-150bpm HF mein Tempo. Die Laufstrecke ich total flach und führt ins Regierungsviertel von St. Pölten und wieder zurück zur Eventarena bei der Landessportschule. Die Runde ist zweimal zu laufen. Insgesamt läuft man 6 mal durch die Arena ... super für das Publikum und super für die Athleten! Insgesamt verläuft der Halbmarathon für mich problemlos. Zwischendurch quatsche ich mit ein paar Leuten die ich einhole, bevor ich das Tempo wieder anziehe.

Nach 5:02:56 durchlaufe ich den Zielbogen (1h 38min 58sek. für den Halbmarathon, 298. Zeit). Ich bin geschlaucht, aber nicht fertig! Ich bin glücklich und hatte Gänsehaut-Feeling auf der letzten Stadionrunde vor dem Einlauf in die Eventarena! Ein unglaubliches Feeling die letzten Meter im Laufschritt zu bestreiten!

Fazit fürs Laufen: auch hier hätte ich mehr Gas geben können. Das Quatschen mit den Leuten hat mich etwas Zeit gekostet, war aber wichtig fürs Gemüt. Auch so wäre etwas mehr Tempo möglich gewesen - die Power wäre da gewesen, aber es musste nicht sein - ich muss mich ja nicht "verheizen"!
Wegen der falschen Laufsocken habe ich nun zwei blaue Zehen - aber das vergeht bald wieder. Muskulär - alles i.O. auch wegen der Bewegungsumstellung; Wade ok, Knie ok, Kniekehle - frei und damit ok, Oberschenkel - ok, Hüfte - ok. Die neuen Brooks Laufschuhe sind federleicht und gut zu laufen (trotz wenig Dämpfung).


Fazit für den Bewerb:
Für den ersten Wettbewerb bin ich zufrieden. Gesamtzeit 5:02:56. sub-5 wäre toll gewesen, aber das war nicht mein definiertes Ziel!

Viel wichtiger war es mir, dass ich keine Gelenksprobleme und keine muskulären Probleme hatte; ich habe Erfahrungen gesammelt was das organisatorische und den Ablauf des Bewerbs betrifft. Jetzt weiß ich auch wie sich mein Körper unter der Belastung verhält (unter Wettkampfbedingungen) und wo ich noch zu arbeiten habe. Die Einteilung der Kräfte und die Ernährung beim Bewerb habe ich ganz gut geschafft. Jetzt werde ich noch weiter machen ... in 6 Wochen ist schon der IM!!! Es gibt noch viel zu tun!

last, but not least:
Wieder einmal gilt mein Dank vor allem meiner Schwester, die mich begleitet und unterstützt hat und geduldig gewartet hat! Danke! Danke! Danke!

Und auch meinem "Mental-Coach" gilt Dank für die permanente Unterstützung und die motivierenden Worte!
Danke! Danke! Danke!

IRONMAN 70.3 St. Pölten

Es ist getan! Ich habe meinen ersten Triathlon in meiner kurzen Karriere hinter mich gebracht! Noch habe ich es nicht ganz realisiert ... aber es ist trotzdem jetzt schon ein gutes Gefühl.

21.05.2008

Rückblicke

Rückblick - Mai 2007 - Beginn meines Orthopäden-Marathons wegen anhaltender Knieprobleme und der Unfähigkeit schmerzfrei Stiegen zu steigen oder schnellere Schritte zu machen.
Empfohlene Sportarten: Poker - Schach - Hallen-Jojo
Empfohlene Behandlungen: Spritzentherapie direkt ins Knie - keine andere Behandlungsalternative

Rückblick - August 2007 - Beginn meiner Physiotherapie - 4 Monate Muskelaufbau und Arbeit an der Umstellung diverser Bewegungsmuster

Rückblick - Ende Oktober 2007 - erste behutsam ausgeführte Laufschritte

Rückblick - Dezember 2007 - ich entscheide mich zur Anmeldung zum 70.3 Ironman in St. Pölten

Rückblick Silvester 2007 - Teilnahme am Grazer Silvesterlauf - erster Lauf ohne unterstützende Kniestrümpfe

Rückblick 31.01.2008 - Teilnahme am IRONMAN in Klagenfurt ist nun fix!

Rückblick März 2008 -
Teilnahme am Murpromenaden Halbmarathon

Mittwoch - 21. Mai 2008
Zwei Tage sind es noch bis der Startschuss zu meinem ersten Triathlon fällt und ich freue mich darauf!

19.05.2008

Anweisungen und Vorbereitungen

Die heiße Phase beginnt! Und ich gebe zu, dass ich auch langsam ein Kribbeln verspüre! Die Ungewissheit was auf mich zukommen wird, wie es beim den drei Disziplinen sein wird. Die Frage wie mein Körper auf die Belastung reagieren wird ... und ob mein Training in den letzten Monaten auch wirklich gut absolviert habe ... das sind Fragen, die ich Samstag nachmittags beantwortet haben werde!

Die letzten Tage vor dem ersten Wettbewerb verlaufen stressig - vor allem in der Arbeit! Nur mehr zwei Tage, dann kann ich mich auf den 70.3 konzentrieren.

Von Heinrich ist eine Mail gekommen mit genauen Anweisungen für den Ablauf der letzten drei Tage vor dem Wettbewerb. Angefangen mit Empfehlungen bzgl. des Schlafens (möglichst viel) und der Ernährung vor - während und nach dem Event; sehr interessant und hoffentlich auch hilfreich. Aber ich kann mir nicht vorstellen so viel im Laufe des Bewerbes essen zu können. Alle 20min ein Gel o.ä. mit reichlich Wasser scheint mir zu häufig. Da nehme ich ja zu! Naja - ich werde es versuchen als Test für dem IM im Juli.

Morgen werde ich meine Ausrüstung zusammen stellen - alles fürs Schwimmen, alles rund ums Rad und natürlich meine Laufausrüstung. Ich werde alles gründlich checken und markieren/personalisieren und noch fehlende Teile ergänzen.

17.05.2008

Sondierungsauftrag Klagenfurt

Heute war es soweit - endlich konnte ich höchstpersönlich die Radstrecke des Ironman Klagenfurt inspizieren.

Gleich eines vorne weg - die Runde ist wunderschön und im Renntempo wahrscheinlich trotzdem mega-hart!
Kurze Zusammenfassung: 868hm - pro Runde!!! Das macht beim IM dann 1736hm verteilt auf 180km! Hier die Aufzeichnungen meines Radcomputers mit meinen Kommentaren - oder aber auch der Google Maps Link des Veranstalters.


Immer wieder gibt es kurze Anstiege - auch dort wo man sie nicht so wirklich vermutet. Auf dem Weg vom Strandbad Klagenfurt am Südufer Richtung Velden gibt es ein paar kurze Anstiege, die nicht mehr als "Wellen" durchgehen. 30hm sind es jeweils, die im anfänglichen Übermut nach dem Schwimmen durchaus weh tun können. Ich hatte heute noch dazu am Weg nach Rosegg und weiter bis zur Auffahrt nach Egg/Faakersee teilweise heftigen Gegenwind, sodass mir diese "Wellen" wahrscheinlich aufgefallen sind.

Den Anstieg zum Faakersee habe ich tatsächlich herbeigesehnt, denn hier kam der Wind mal nicht von vorne. Ab dem Kreisverkehr gilt es dann ca. 80hm zu überwinden, mit 6.6% durchschnittlicher Steigung (max. 10%) auch nicht gerade einfach. Zum Glück ist es aber nach ca. 1.2km vorbei. Hier gibt es eine Labestation und Massen von Zusehern - sogar heute hatte ich Gänsehaut-Feeling bei dem Gedanken an den 13. Juli.
Als kleiner Anhaltspunkt: bei Egg/Faakersee sind ca. 32.5km absolviert.

Dann geht es weiter nach Ledenitzen - vorbei an Unterferlach - weiter nach Mallenitzen. Bis dahin ... schmale Seitenstrassen, aber durchaus gut zu befahren, leichter Anstieg . Bei Sankt Peter wird dann wieder der Weg Richtung Rosegg eingeschlagen - nichts aufregendes zu berichten; schöne Gegend - leichte Wellen - langgezogene Abfahrten.

Beim Kreisverkehr in Selpritsch (ich glaube die Ortschaft heißt so) ist Halbzeit (für diese eine Runde); hier geht es dann Richtung Rupertiberg.
Mich hat auf diesem Abschnitt starker Wind von vorne geärgert - hier muss man sich in den waldberandeten Teil retten. Auf Wellen reitet man durch die Gegend bis es dann nach ca. 52km losgeht. Bis zum Rupertiberg sind es dann ca. 12km - maximale Steigung 11%. Die letzten 2.5km zum höchsten Punkt sind zäh, aber nach 8min ist der Spuk vorbei und man kann sich auf die Abfahrt freuen! Es sind jetzt nur mehr ca. 26km zurück nach Klagenfurt! Merken - 8min im Limit!!!

Der Asphalt auf der Abfahrt vom Ruperti ist ausgezeichnet, allerdings kommt dann ein Abschnitt auf dem man die Konzentration auf keinen Fall verlieren darf; rauher Untergrund, schlechter Asphalt, Bitumenstreifen. Also aufgepasst - der Abschnitt ist zwar landschaftlich und vom Gelände her ein Traum (wellig, kurvig), aber es kann gefährlich werden.

Bis Viktring ist es dann leicht abfallend - nochmal zum Gas geben geeignet. Hier könnte der Wind eine Rolle spielen - vor allem wenn er von vorne bläst. Zurück ins Strandbad (bzw. zur Wende) vorbei am neuen Stadion ist es nur mehr ein Klacks.

14.05.2008

flat-out

Das heutige letzte harte Training vor dem 70.3 stand unter dem Motto - 'flat-out' - sprich 'Vollgas'! Und so habe ich es angelegt - zwei Stunden am Rad und ein 45min Kombilauf sollten es werden - geworden ist es jeweils etwas mehr und das voll im Limit! Wären die Abfahrten nicht gewesen - dann wäre der Durchschnittspuls auch am Rad sicher an die 140bpm gewesen.

Ich fühlte mich aber gut - knapp vorm Ende der Radeinheit habe ich ein PowerBar Gel mit viel Wasser runtergewürgt (es gibt auch echt grausige Geschmacksrichtungen wie z.B. Zitrone *würg*) - das hat aber trotzdem genug Energie für den Lauf bereitgestellt. *würg* Positiv ist, dass ich - trotz des Kotzreflexes beim Verzehr - das Gel vertragen habe, auch das Lauftraining an der Schwelle hat mir nichts ausgemacht.

Jetzt gönne ich mir aber eine abendliche Session in meinem Hängesessel! Das habe ich mir verdient!

13.05.2008

Wettbewerbsplanung

Damit ich (selbst) nicht den Überblick verliere - eine kleine Aufstellung der Bewerbe an denen ich teilnehmen werde (bzw. schon teilgenommen habe).

- 30.03.2008: Halbmarathon Graz - Murpromenade
- 24.05.2008: 70.3 Ironman St. Pölten
- 14.06.2008: Apfelland Triathlon Stubenberg
- 13.07.2008: Ironman Klagenfurt
- 30.08.2008: TriMotion Saalfelden

Ende Juni würde sich noch der Bewerb über die olympische Distanz X-Trim Triathlon in Kobenz anbieten - das entscheide ich aber kurzfristig.

Die letzte erschöpfende Trainingseinheit!

Morgen werde ich die letzte erschöpfende Trainingseinheit (lt. Trainingsplan) vor dem Bewerb in St. Pölten absolvieren: 2h z.T. am Limit am Rad gekoppelt mit einem 45min Lauf - 30min davon im GA2, der Rest (nur) GA1!!! Schau ma mal wie es mir danach gehen wird. Der Rest der Woche ist zwar lockerer, aber auch nicht ganz ohne Aufwand. Ich glaube, dass ich am 24. Mai nicht ganz ausgeruht an den Start gehen werde - aber das macht nichts.

Dann habe ich heute noch ein paar Ratschläge für nächste Woche bekommen - ich sehe diesen ersten Wettbewerb für mich als Lerneinheit, als harte Trainingseinheit mit 3 Disziplinen; sicher werde ich versuchen Gas zu geben und wenn es mir gut geht, dann werde ich auch an meine Grenzen gehen. Aber mein Hauptwettbewerb findet erst ein paar Wochen später statt ... für den werde ich am Samstag die geplante Streckenbesichtigung durchführen.

Im Juni werde ich mich auch noch am Stubenbergsee ins Getümmel werfen - eine olympische Distanz ein Monat vor dem KIMA08 soll mir Speed geben. Jetzt muss ich mich nur mehr anmelden.

12.05.2008

Lange Wochenenden vergehen ...

... wie immer zu schnell! Der heutige Tag war ziemlich ausgefüllt - morgens ab aufs Rad, obwohl es doch recht frisch war in kurz/kurz. Danach sind Sabine, Pit und ich an den Stubenbergsee gefahren und haben mit den Neoprenanzügen die ersten Schwimmversuche im 19°Cel. warmen (oder kalten) Wasser gemacht. Etwas Gewöhnung ist notwendig, aber mit der Zeit kommt man schon in die Bewegung rein. Pit schwimmt ausgezeichnet mit seinem 2XU C:1, ich kämpfe noch mit der Wasserlage und dem Armzug (bedingt durch reduzierte Trainingsumfänge im Wasser). Das wird aber - an der Kraft ist es nicht gescheitert und in St. Pölten muss ich ja keine Bäume ausreißen! Mein Neo bietet nicht soviel Auftrieb (weil nur 3/2mm Neopren) und er bietet auch nicht ausreichend Bewegungsfreiheit im Schulterbereich - die Streckung und der Armzug erfordern etwas mehr Kraft als gewünscht. Und noch was darf ich nicht vergessen - ich brauche eine Schwimmhaube - es wird ganz schön kalt am Kopf.

Naja ... nach der Rückkehr nach Graz habe ich dann noch das schöne Wetter ausgenutzt und habe einen Lauf gemacht - insofern kann ich behaupten heute eine olympische Distanz bewältigt zu haben (distanzmäßig sogar etwas mehr).

Fazit: ich bin heute gerecht müde!!! *gähn*

09.05.2008

Es wird schön langsam ernst!

Seit heute kenne ich meine Startnummer für den 70.3 Wettkampf in St. Pölten! Ich hoffe, dass es (m)eine Glücksnummer wird - zumindest für diesen Wettbewerb! In Klagenfurt möchte ich dann wieder (m)eine persönliche Glücksnummer erhalten! Bitte! Danke!

Ach ja ... ich werde in der 4. Welle starten - gemeinsam mit den anderen F35 und M35 Athelet(inn)en. Hoffentlich ist das Wasser nicht zu kalt und hoffentlich ist der Kampf im Wasser nicht so schlimm wie es alle sagen!

Neben der Startnummernliste ist seit heute auch das aktuelle Dokument mit dem Reglement online - *puh* - ich hoffe, dass da alles klar gehen wird.

08.05.2008

Streckenbesichtigung Klagenfurt

Bald ist es da ... das verlängerte Wochenende! Pfingsten! Und wenn man den Wetterfröschen Glauben schenken darf, sollen optimale Bedingungen für ausgedehnte Trainingseinheiten ins Haus stehen!Meine Planung also ... nach der Besichtigung der Strecke in St. Pölten steht nun Klagenfurt an; auch hier will ich ein exaktes Profil der Strecke per Radcomputer aufzeichnen, damit ich weiß was am 13. Juli auf mich zukommen wird. Super wäre es, wenn ich den Rundkurs gleich zweimal (am Stück) abfahren könnte ... je mehr Kilometer ich in meine Beine bekomme, desto besser - jede Information, die ich über die Strecke(nführung) habe, ist wertvoll.

Die Laufstrecke werde ich Anfang Juni gleich nach dem 70.3 ablaufen; das Laufen werde ich mit einer langen Neoprenschwimmeinheit im See kombinieren.

Insgesamt plane ich also drei Aufenthalte in Klagenfurt - VOR dem großen Event. Die langen Einheiten im Juni werden vorwiegend im Kärntna Lond absolviert werden.

04.05.2008

Streckenbesichtigung St. Pölten


Heute war ich in St. Pölten zur (erneuten) Besichtigung der Radstrecke und dann habe ich auch noch die Laufstrecke begutachtet.

Die Radstrecke kannte ich ja bereits - ich wollte nur nochmals das exakte Profil mit meinem Radcomputer erfassen, um die Strecke noch besser kennen zu lernen. Das Profil finde ich nicht so schwierig (obwohl es 835hm sind). Drei nennenswerte Anstiege, der steilste hinauf nach Gansbach hat 8%, ist aber nur 2.5km lang und geht ab der zweiten Labestation in hügeliges Gelände über.

Der Wind kann aber eine große Rolle spielen; entlang der Donau wehte heute eine steife Brise von vorne und der Regen machte den Untergrund sehr rutschig (Achtung also); dafür war der Wind auf den letzten 30km heute kein Thema; die Windräder standen nahezu still.


Die Laufstrecke ist total flach (ähnlich dem Gelände des Murpromenanden HM's) - entlang der Traisen führt sie zu den Gebäuden der NÖ Landesregierung und an der anderen Uferseite wieder zurück zum Gelände der Landessportschule. Die Arena bin ich nicht ausgelaufen - da wurden gerade Zelte für eine Veranstaltung aufgebaut.

01.05.2008

Analyse April 2008

Der April ist vorbei - die Zeit für die Analyse des Trainings gekommen.

Der Trainingsumfang und die Distanzen (vor allem am Rad) sind ziemlich angewachsen.

Das Schwimmen war leider stark beeinflusst durch meine anhaltenden Probleme mit dem Magen - die Kombination mit dem Chlorwasser hat mir nicht gut getan und eine langwierige Bauchmuskelzerrung tat das übrige. Fazit - ich war viel zu wenig im Wasser. Trotzdem habe ich einiges gefunden - Armzug während Oberwasserphase viel lockerer, unter Wasser finde ich immer besser den Druck.

Am Rad gibt es nichts zu bekritteln - beim Kick-off für den 70.3 in St. Pölten konnte ich mit den Profis am Berg nicht nur mithalten, manche gingen in ihre Grenzen und musste sich doch hinten anstellen.

Das Laufen gelingt mir vor allem nach den Radeinheiten zufriedenstellend - bei "Kaltstart" Einheiten brauchen ich länger um in Fahrt zu kommen.

Nun aber zur Distanz- und Quantitätsanalyse. Habe doch einiges gemacht neben meinem 45-Stunden-Job.

Distanzstatistik:
MTB 0km, 0hm
Rennrad 1565km, ca. 10000hm
Ergometer 78km
Laufen ca. 181km, ca. 1000hm
Schwimmen ca. 16km
Summe: 1840km, ca. 11000hm

Quantitätsanalyse:
MTB 0h 0min (00:00)
Rennrad 39h 30min (49:23)
Ergometer 1h 50min (02:00)
Laufen 15h 25min (17:45)
Schwimmen 9h 40min
Summe: 66h 25min (78:48)