31.05.2010

IRONMAN 70.3 St. Pölten - Edition 2010

Zwei Jahre nach meinem Triathlon-Debut bin ich wieder in St. Pölten gereist um mich an den Leistungen aus dem Jahr 2008 zu messen. Eindeutiges Ziel war es die erbrachte 2008er Zeit zu verbessern und die sub5 zu erreichen.

Ein paar Worte zum Rennverlauf:

- Schwimmen: 00:36:04 - Gesamt: 784, AK: 155
Startwelle 5 (M35) - 550 Mann stark ... 150m zur ersten Boje (mit Richtungswechsel) - muss ich mehr schreiben? Waschmaschine pur mit Drängen - Zerren - Arme und Beine rundherum, aber diesmal war ich sehr vorsichtig und konnte schmerzhafte Schläge und Tritte verhindern und die neue Predator Brille blieb auf ihrem Platz.
Das Wasser war nicht gerade als warm zu bezeichnen, aber 5mm Neopren und Adrenalin im Körper ließen darüber hinweg sehen. Der Schwimmsplit war aus meiner Sicht ok - 8min schneller als vor zwei Jahren.
Zwei Probleme hatte ich dennoch hierbei ...
- der Neo hat mir beim ersten Schwimmabschnitt leicht die Luft abgeschnürt - beim Landgang konnte ich ihn jedoch wieder etwas zurechtziehen, sodass ich in weiterer Folge keine weiteren Probleme damit hatte und ...
- im Ratzersdorfersee wurde ich zuerst nach links abgedrängt und auf dem Weg zurück auf den richtigen Weg habe ich sicher einige zusätzliche Meter zu bewältigen.

Ich bin mit dem Schwimmsplit aber zufrieden, weil ich auf dem Weg von der letzten Boje zum Ausstieg richtig Druck machen konnte und einige Schwimmer eingeholt und abgehängt habe. Das Schwimmen ist vom subjektiven Eindruck als locker zu bezeichnen und das lässt mich hoffen, dass ich in der Schweiz eine gute Leistung werde abrufen können.

Wechselzone Swim-Bike: 00:04:59
Die TZ1 war diesmal sehr lang - eh kloar bei 3000 Startern - aber der Weg war für alle gleich und deshalb fair. In der Wechselzone traf ich Pit, der unmittelbar nach mir aus dem Wasser gestiegen ist. Gemeinsam sind wir raus auf die Radstrecke.

- Radfahren: 02:22:38 - Gesamt: 192, AK: 38
In meiner Paradedisziplin hatte ich mir einiges vorgenommen - leider hatte ich meine schärfste Waffe nicht zur Verfügung. In den Tagen vor dem Bewerb hat mich das ziemlich geärgert, aber ich habe das Canyon dann gut vorbereitet und damit versucht ab den ersten Metern Druck zu machen. Als Ziel hatte ich mir eine TOP100 Zeit vorgenommen und das ist mir mit der 88-schnellsten Radzeit Overall auch gelungen. Ich habe gepusht, in der Wachau und am Gansbach-Anstieg bin ich bewusst nicht ins Limit gegangen. Ich konnte mich um fast 600 (Gesamt-)Plätze verbessern (in der AK von 155 auf 38) - war permanent auf der Überholspur (oder in 3. oder 4. Reihe) und weiß, dass ich noch einige Reserven habe, die ich gestern nicht angegriffen habe.

Ich schätze den Unterschied zwischen Trainingsbike und Racebike auf 3-5min (optimalere Sitzposition, Vorteile durch die FSA Kurbel); ich hoffe, dass ich diese Behauptung bei den kommenden Bewerben unter Beweis stellen kann - der neue Rahmen ist letzten Freitag tatsächlich eingetroffen. Wunder geschehen!

Wechselzone Bike-Run: 00:02:46
Knapp vor mir sehe ich Sabine in die Wechselzone einbiegen. Ich rufe nach ihr, aber sie verschwindet vor mir in die Sanitäranlagen ... also muss ich alleine raus auf die Strecke.

- Laufen: 01:35:15 - Gesamt: 278, AK: 59
Anfänglich fallen mir die Schritte durch die Eventarena leicht und so habe ich die Hoffnung, dass auch das Laufen besser klappen wird als erwartet ... aber leider erfüllt sich diese Hoffnung nicht. Sobald ich den Puls und damit die Laufgeschwindigkeit in den gewünschten Bereich hebe (das klappte wie gewünscht), werden die Probleme mit meiner Hüfte schlimmer und auch die Unterschenkel bereiten mir Probleme; es bleibt mir also nichts anderes über als aufs "Notlaufprogramm" zu schalten und den Lauf locker durch zu ziehen.
Etwa 1.5km vor dem Ziel wieselt Pit an mir vorbei ... er hat sich in den letzten beiden Jahren zum echten Laufgott entwickelt. Sehr gut!

Das Problem mit meinem Bewegungsapparat muss ich so schnell wie möglich in den Griff bekommen - so macht das Laufen wenig Spaß. Ich weiß, dass ich läuferisch deutlich schneller sein kann.

Insgesamt bin ich mit dem Bewerb zufrieden ... zeitliche Verbesserung in allen Disziplinen und deutlich unter der 5-Stunden-Marke. Fotos folgen!

25.05.2010

Ich kann ...

... gar nicht soviel essen wie ich kotzen möcht!!

Ich habe echt einen dicken Hals und der Würgereflex, der mir momentan anhaftet, muss dem ähnlich sein, den jemand verspürt, der unter Seekrankheit leidet.

Es tut mir echt leid - ich muss es einfach loswerden ... ich kann es nicht einmal genau sagen WER hier geschlampt hat, es kommen jedoch nur folgende Involvierte in Frage:
  • Österreichische Post und/oder
  • Deutsch Post und/oder
  • Cervelo Service Vertretung
Vor 14 Tagen habe ich die Bestätigung für den Austausch des P2C Rahmens erhalten. Am gleichen Tag wurde der Rahmen zerschnitten (ja,so ist es!) und die angeforderten Teile des Rahmens gingen per EMS an die Cervelo Service Vertretung in Germanistan.

Fazit: bis heute hat der neue P2 Rahmen noch nicht einmal das Lager in Dänemark verlassen. D.h. für mich, dass ich mit dem Trainingsbike in St. Pölten antreten muss. Das ist im Moment vor allem ein Dämpfer für meine Motivation, weil ich weiß, dass ich mit dem Racebike mehr Vortrieb entwickeln könnte.

Irgendwie muss ich diesen Gedanken aus meinem Kopf bekommen ... am liebsten würde ich eine richtige "Trotzreaktion" abliefern.

22.05.2010

Woran merkt der (Amateur-)Triathlet, dass ...

... er langsam zum alten Eisen gehört??? An der Startnummer!

Je höher die Zahl, desto fortgeschrittener das Alter und damit die Altersklassenzugehörigkeit. So schaut's aus.

An meiner 'Wall-of-Fame' (die tatsächlich eine 'Door-of-Fame' ist) ist bis dato keine so hohe Startnummer zu finden wie die, die ich kommendes Wochenende in St. Pölten tragen werde. 

19.05.2010

MARK 1 TT oder SQUAD 5.8 ...

... das ist hier die Frage! Das wird eine schwierige Entscheidung ...

Der Vorteil der MARK 1 TT ... diese Laufräder sind quasi fürs Cervelo gebaut - und das Abrollgeräusch bei 40km/h+ ist einfach geil!


Der SQUAD 5.8 Laufradsatz ist extrem leicht - ich würde 400g an rotierender Masse einsparen (gegenüber der aktuellen Konfiguration) ohne Stabilitätseinbußen in Kauf nehmen zu müssen. 


15.05.2010

Neue Lage - 14 Tage und dann ...

... steht der IRONMAN 70.3 in St. Pölten auf dem Programm.


Vor etwa zwei Jahren war dies mein erster Triathlon und damals konnte ich nur erahnen was mich erwarten würde - heute bin ich zumindest etwas schlauer.

Meine Hauptziele für den Bewerb habe ich mir allerdings schon zurecht gelegt:
  1. Spaß haben und ...
  2. gut und zufrieden ins Ziel kommen.
Die restlichen Subziele werden sich hoffentlich daraus ergeben.

Endlich habe ich Nachricht - Nachricht von ...

... Cervelo!

Nachdem wegen des Haarrisses an der Sattelklemmung mit meinem 2008er P2C nichts mehr zu machen war, habe ich heute Nachricht bekommen. Mein 2008er Baby wird durch das 2010er Modell ersetzt werden - live time warranty sei Dank!

Bald wird es in meinen Fuhrpark aufgenommen sein ... have a look @ Cervelo P2 2010!

14.05.2010

Langsam reicht es ...

... wir haben Mitte Mai und ich muss nach wie vor auf Winterbekleidung (entsprechende Unterwäsche, Beinlinge, Ärmlinge, etc.) zurückgreifen; nach jeder Trainingsausfahrt ist die Waschmaschine anzuwerfen, das Fahrrad einer gründlichen Reinigung zu unterziehen und der Antrieb benötigt intensive Pflege. Die Fingerchen sind auch immer recht klamm - Kälte und Regen tragen hierzu massiv bei.
Es reicht wirklich schon und im Laufe der letzten Ausfahrten sind mir Schimpfwortlawinen eingefallen, die ich nur schwer zurückhalten konnte. 

06.05.2010

R.I.P. my baby P2C!!!

Meine schöne, treue und schnelle Wegbegleiterin bei diversen Triathlon Bewerben in den letzten beiden Jahren wird mir leider für keine weiteren Kampfeinsätze zur Verfügung stehen. LEIDER!!! Ein Haarriß bei der Sattelklemmung macht weitere Einsätze unmöglich. Nun hoffe ich, dass die live time warranty mir kurzfristig einen gleichwertigen Ersatz bescheren wird.

Egal was auch nach meinem P2C kommen wird ... dieses Bike ist in meinen Augen nach wie vor eines der schönsten TT-Bikes (von den vorzüglichen fahrtechnischen Aspekten muss ich hier gar keine Lobeshymnen anstimmen).

R.I.P.!

03.05.2010

Mein Baby, mein P2C ...

... hängt am Tropf!!!!

Den samstäglichen Ritt durchs Stübingtal hat mein Racebike nicht unbeschadet überstanden ... gleich zwei Defekte sind leider schlagend geworden, sodass ich es heute in die Obhut von Hannes, DEM RadFuchs geben musste.

Erst ist die Sattelstütze wieder hineingerutscht (1cm - 1.3cm), wodurch sich die Geometrie doch etwas verändert hat; biomechanisch war es wahrscheinlich dadurch nicht mehr optimal, aber so groß war der Unterschied nicht.

Dann fiel mir bei (den seltenen) Wiegetrittabschnitten ein "weiches" Hinterrad auf. Die neue und längere Kurbel übt scheinbar doch mehr Moment aufs Hinterrad aus.

Nun ja ... die Speichen sind von geübter Hand schnell nachjustiert. Ich hoffe speziell, dass das Sattelstützenproblem endlich gelöst wird - in St. Pölten und beim Zeitfahren in Passail und beim IM Switzerland will ich mich auf die Strasse konzentrieren und nicht auf die Höhe des Sattels.

02.05.2010

Die Tage der Wahrheit ... Tag 3

"Die Schlacht ist geschlagen!" ... trotz dieser martialischen Ansage war es ein Riesenspaß - zumindest für mich.

Der abschließende 10.000m Lauf war einer der härtesten Läufe seitdem ich Triathlon betreibe. Dass ich die Zeit aus dem letzten Jahr nicht erreichen konnte mag daran liegen, dass ich einerseits durch das harte Zeitfahren gestern doch nicht so spritzig war wie gewünscht; durch die steigenden Temperaturen und die schwüle Luft wurden die Bedingungen (zumindest für mich) nicht einfacher.

Sogesehen fällt mein Fazit (für den Bewerb) dennoch positiv aus ... nach einem miserablen Schwimmen konnte ich mit einem ausgezeichneten Zeitfahren viele Plätze gutmachen; diese Verbesserung hielt ich dann mit einem soliden Lauf.

Die Gesamtzeit ist insgesamt besser als im letzten Jahr - allerdings nur minimal. Den Zeitverlust vom Schwimmen (gegenüber 2009, gegenüber den eigenen Erwartungen) hab' ich mit der 3min Verbesserung beim Time Trial ausgeglichen. Die Laufleistung war solide und entspricht dem Trainingszustand (inkl. Vorbelastung).

Was bedeutet das für die nächsten Wochen ...
  • beim Schwimmen stabile Leistungen bringen (auf dem Level der letzten Wochen oder besser)
  • Radfahren mit weiterer Grundlagenarbeit sowie Kraft- und Speedeinheiten
  • Laufen mit weiterer Tempoarbeit inkl. der Festigung dieser
Dem OK muss man höchstes Lob aussprechen ... top-organisiert - die TdW und die NdA! Hier wurden echt Maßstäbe gesetzt. Thumbs-up!

01.05.2010

Die Tage der Wahrheit ... Tag 2

Im Gegensatz zum gestrigen Schwimmen war das heutige Zeitfahren von der feinsten Sorte. Das Wetter war optimal für die Veranstaltung wieder sehr gut organisiert ... und ich bin mit meiner Leistung auch sehr zufrieden.

In der Einzelwertung konnte ich die 6. Zeit erzielen und war lange Zeit sogar in Führung. Das war ein echt gutes Gefühl, dass nach der schlechten Leistung beim Schwimmen doch noch was in meinen Beinchen war. Die angestrebte Flatline der Herzfrequenz ist gut gelungen - nur auf einem Abschnitt von etwa zwei Kilometern bin ich leider nach unten davon abgewichen. Hier habe ich geschätzte 30sek. liegen lassen ... aber all das ist Jammern auf hohem Niveau - sprich: ich bin echt froh und glücklich mit meiner Leistung!

Die Tage der Wahrheit ... Tag 1

Zufrieden kann ich mit der gestrigen Leistung im Pool des Union Bads nicht sein, denn ich konnte gerademal das Primärziel schaffen... ich hab' es überlebt. Mehr ging aber nicht. Die erhoffte/erwartete Verbesserung des Vorjahrsergebnisses konnte ich nicht erreichen - um ca. eine Minute war ich langsamer als im letzten Jahr (die genaue Differenz weiß ich noch nicht).

Gestern habe ich einfach das gewohnte Gefühl im Wasser vermisst; die ersten 500m waren soweit in Ordnung - ich konnte auf Tuchfühlung mit meinem Bahnkollegen bleiben, aber danach weiß ich wirklich nicht, was den Unterschied zu den vielen Trainingseinheiten ausgemacht hat; der Abstand wurde größer denn ich wurde langsamer. Definitiv langsamer. Ich habe im Wasser gemerkt, dass ich immer weniger Zug entwickelt habe. Extrem müde habe ich mich nicht gefühlt - aber auch nicht gerade mega-spritzig oder mega-kräftig. Auch mein Poolmate bescheinigt mir einen Unterschied - die durchschnittliche Anzahl der Züge/Bahnlänge ist (auf die Gesamtdistanz) um 3-4 Züge höher als gewohnt. Sehr auffällig!

Meine Ratlosigkeit ob dieser (auch für meine Verhältnisse) schwachen Leistung begründet sich auf der Tatsache, dass ich etwa eine Woche zuvor die gleiche Strecke im Training um mehr als 2min schneller geschwommen bin - und das noch dazu locker und ohne Hilfsmittel. Der große Unterschied scheint die Tageszeit zu sein, denn üblicherweise mache ich meine Work-outs zu abendlichen Stunden (meist nach einer richtigen Ruhephase) - diesem Umstand werde ich in den nächsten Wochen vermehrt Aufmerksamkeit widmen.  Mit Ausblick auf die kommenden Bewerbe sollte ich diese Abhängigkeit meiner körperlichen Leistungsfähigkeit von der Tageszeit verifiziert haben und entsprechend berücksichtigen.

Insgesamt passt es aber schon ... im Mai kommen endlich die Freiwassereinheiten hinzu - das macht mehr Spaß als das Kachelzählen im Hallenbad.

Heute steht noch das Zeitfahren auf dem Programm ... werde versuchen wieder einmal eine Flatline auf dem Level der Anaeroben Schwelle (vielleicht auch ein bissl drüber!) zur Aufzeichnung zu bringen.