30.09.2010

Das GHOST HTX 5700 ...

... ist eine Ansammlung von Teilen, die sinnvollerweise nur mehr fachgerecht entsorgt werden sollten. Größtenteils jedenfalls. 

Wo soll ich anfangen??? Ich mach' einfach eine Liste ...
  1. Kette
  2. Ritzel
  3. Zahnkränze
  4. Umwerfer
  5. Schaltwerk (bzw. die Schaltungsrädchen)
  6. Schaltseile 
  7. Gabel
  8. Steuerlager
  9. Laufradlager vorne und hinten 
  10. Bremsbeläge vorne und hinten
  11. Pedale 
Ich hoffe, dass die Abriebspuren an der Kettenstrebe nicht so dramatisch sind - ich muss erst abwarten bis ich das Bike gründlich gereinigt habe.

Nachdem die vordere Bremsscheiben auch nicht mehr sehr vertrauenswürdig aussieht, werde ich diese gleich gegen eine größere austauschen. Zusätzlich werde ich alle Schräubchen austauschen (lassen), denn die rosten alle schon. Der Kettenstrebenschutz sollte aber dann echt das letzte Kleinteil auf der Liste sein.

Ich glaube man kann sagen, dass die 6h Trophy in Loipersdorf das Material ordentlich beansprucht hat. Jetzt muss ich mir überlegen wie (bzw. wer) mein Bike wieder in Topform bringt, denn die neue Trainingssaison beginnt schon in einem Monat.

27.09.2010

Die Schlammschlacht ist geschlagen!!!

Ein hartes Stück Arbeit war es gestern die Strecke durchs Loipersdorfer Umland zu bewältigen, aber Maria, Peter und ich haben durch die überwältigend tatkräftige Mithilfe von Pit den 6 Stunden Marathon durch knöcheltiefen Schlamm erfolgreich geschafft! 

Vorher haben wir noch sauber ausgesehen, aber nach ca. 10m gehörte dieser Zustand der Vergangenheit an.

Maria und Peter haben ihr sportliches Wettkampfdebüt in beeindruckender Weise bei schwierigsten Bedingungen bestritten - lasst Euch sagen ... viel schwierigerer kann es nicht mehr werden. Peter kurbelte brav seine Runden, hatte im späteren Rennverlauf Probleme mit seiner Schaltung, aber das konnte ihn nicht abhalten. Und Maria ... höchste Bewunderung!!!! Sie kurbelt und kurbelt und kurbelt ... zieht beständig und konstant wie ein Uhrwerk ihre Runden und holt sich gleich bei ihrem Debüt den Sieg in der Altersklasse!!!!

Mein Rennverlauf war durchwachsen - ab der ersten Runde hatte ich Probleme mit der Schaltung, aber Pit hat in unserem ganz privaten Pit-Stop unermüdlich gewerkelt, um mein Rad soweit fahrtauglich zu bekommen, dass ich zumindest eine weitere Runde fahren konnte. Von den motivierenden Worten mal ganz abgesehen!!! DANKE Pit!!!! Ohne Dich wäre es nicht gegangen!!!

In Summe hatte ich jedoch 37min (!!!) Stehzeit, eine Menge Frust, einige  massive verbale  Ausrutscher in den Waldpassagen, zwischenzeitlich ein massives Gefühl aufhören zu wollen, viele materialtechnische Probleme auf der Strecke. Sogesehen konnte ich einen 3. Platz erreichen, habe aber den Sieg in der Altersklasse verloren. 

Abgesehen von den Problemen mit dem Material war es aber eine tolle Erfahrung: das gesamte "Team" war toll, das inkludierte Fahrtechniktraining super (wenn auch anstrengend); muskulär war ich weit weg von meinem Limit und ich bin schmerzfrei über die Distanz gekommen. Den mentalen Durchhänger habe ich super bewältigt was für mich noch viel wichtiger ist als der sportliche Erfolg. Insgesamt ein schöner Saisonausklang mit einer massiven Schlammpackung - jetzt warte ich auf den zarten Teint und die weiche Haut!!!

25.09.2010

Langsam entwickle ich mich ...

 ... zum Vielstarter - und das in meinem Alter!!! Nach dem Wildoner Radmarathon, dem Charity Schwimmen in der Union Halle und dem City Duathlon in Deutschlandsberg in den letzten Wochen steht morgen ein MTB Bewerb am Plan.

Die 1. MTB Loipersdorf Trophy wird für mich der Abschluss der Saison 2010 sein. Diesmal gilt es jedoch einmal nicht von einem Punkt Startpunkt A zu einem Endpunkt B in möglichst kurzer Zeit zu gelangen, sondern innerhalb von 6 Stunden so viele Runden wie möglich in der Gegend rund um die Therme Loipersdorf zu ziehen.

Ich erwarte eine Schlammschlacht, der Wetterbericht verspricht sogar Starkregen. Heute habe ich mein GHOST Harttail mit neuen Nobby Nic EVO Mänteln bestückt, die mir hoffentlich auch bei diesen Verhältnissen guten Grip bescheren werden. Ich bin aber auch schon neugierig wie sich die erwartete Schlammpackung auf den Teint auswirken wird.

11.09.2010

Wieder Neuigkeiten vom Materialsektor, ...

... denn kleine Rahmen sind ein absoltes must-have für den modernen Triathleten, um die Windangriffsfläche möglichst klein zu halten. Man beachte den Knieschluss, obwohl das Bein noch nicht einmal im oberen Totpunkt ist!!!

10.09.2010

Nachlese zum Wildoner Radmarathon ...

Beim Gedanken an den letztwöchigen Radmarathon muss ich immer noch grinsen - so etwas habe ich bis dato noch nicht erlebt. Und wieder muss ich grinsen. 
Geplant war es zwar etwas anders, aber nachdem unser 'Team' entgegen der Planungen leider nur aus zwei Mann bestand, war unser Vorhaben nicht umzusetzen. Also ... es musste ein Plan B herhalten. 

Etwa 30km nach dem Start habe ich mich alles andere als gut gefühlt - die Beine gaben kein gutes Feedback, es war mir ziemlich kalt. In der Gruppe war der Ziehharmonika-Effekt mehr als nervig und der Felt-Fahrer mit seinen nervig-quietschenden Bremsaktionen im 10sek. Takt hat mir dann auch noch den Nerv gezogen. Was macht man da??? Expect the unexpected ... 

Ich habe mich von Tom verabschiedet und einen Angriff gesetzt und bin nach vorne gezogen. Plan B sah vor, dass ich mich heute mal komplett abschieße. Vorbei an Bernhard Eisel und Markus Strini setze ich mich Meter um Meter vom Feld ab und treibe die nächsten 40km das Führungsfahrzeug mit über 40km/h Schnitt vor mir her. Das war geil!!! Die Strasse wurde direkt vor mir gesperrt und der Abstand zum Feld war sicher größer als eine Minute. Geil! 

Knapp vor Bad Radkersburg wurde ich dann wieder gestellt, nachdem die Herren Eisel und Strini fürs Tempo gesorgt hatten und in Einserreihe rund 60-70 Leute an mich heranführen konnten. Dann ging es auf slovenisches Staatsgebiet und ich war wieder aufgelegt zu attackieren. Das war ein Spaß - ich muss schon wieder grinsen. 

Fazit dieser Aktionen ... Freunde habe ich mir keine gemacht (angeblich gab es Stimmen im Feld, die Beschwerden über meine Aktionen zum Ausdruck brachten), aber einem Herrn Eisel konnte ich ein breites Grinsen entlocken ... er wird sich gedacht haben "der Trottel spinnt komplett!" - Er konnte von meinem Plan B ja nichts wissen. 

Wieder in der Gruppe wollte ich dann bei km100 Tom behilflich sein nach seiner Pinkelpause wieder zur Gruppe aufzuschließen, aber meine Selbstzerstörungsmission war zu diesem Zeitpunkt schon erfüllt. 
Ich bin dann nur mehr ganz locker - komplett blau - Richtung Wildon gekurbelt ... immer noch mit einem Grinser im Gesicht. Nächstes Jahr mache ich das wieder - sofern ich danach keinen weiteren Bewerb zu absolvieren habe.