07.11.2010

Und wieder bin ich eine Erfahrung reicher, denn ...

... nun weiß ich was es bedeutet an einem wirklich extremen Ausdauersportbewerb teilzunehmen. Zum Glück war ich in einer Staffel am Start, denn 24 Stunden alleine im Wasser kann ich mir im Moment nicht vorstellen. Aber ... gleich vorne weg: "Never say never!"

Kurz die Story: nachdem der Staffel vom RTT Passail ein Schwimmer gefehlt hat, hab' ich ohne zu wissen was auf mich zukommen würde, einfach "ja" gesagt und mich ihrem Team angeschlossen; ich habe den Sprung ins (in dem Fall) nicht so kalte Wasser des 50m Sportbeckens in Bad Radkersburg getan und nach einer echt harten Arbeitswoche mit sehr kurzen Nächten noch einen Tag mit komplettem Schlafentzug draufgesetzt. 

Im Team war es immer lustig und viele Bekannte waren zu sehen und immer für einen kurzen Chat zu haben - so machte es abseits des sportlichen Einsatzes doch noch Spaß.

Insgesamt konnte ich ca. 16km schwimmen - zuerst abwechsend in 15min Intervallen, in der Nacht haben wir mit 30min langen Abschnitten versucht längere Regenerationsphasen zu schaffen. Naja ... bei mir blieb es beim Gedanken an Schlaf, denn mehr als 30sek. sind bei mir nicht zusammen gekommen. So habe ich es dann auf insgesamt 38 Stunden ohne Schlaf gebracht; ich war echt froh nach dem Bewerb zu hause anzukommen und ins eigene Bett zu sinken. Herrlich!

Mit meiner sportlichen Leistung bin ich zufrieden - nachdem ich mich gar nicht darauf vorbeitet hatte und seit Wochen in der Offseason bin. Anfänglich konnte ich locker 1min 41sek auf 100m schwimmen, zwischenzeitlich ging es dann auf 1:53 zurück (bei den 30min Splits) und gegen Ende hin dann wieder unter die 1:48er Marke. Ich bin zufrieden - vor allem weil dies alles locker ging.

Fazit: 
24h Bewerbe sind echt hart! Das Schwimmen ist im Vergleich zum Laufen oder Radfahren mit wenig Verletzungsrisiko behaftet, denn hier kann man nicht stürzen oder überknöcheln. Die Müdigkeit zu überwinden ist eine Herausforderung, es erfordert eine intensive Vorbereitung - nicht nur körperlich, sondern vorallem mentaler Natur. Die Konzentration nimmt ständig ab und mit der Zeit mutiert man (in dem Fall konkreter: ich) regelrecht zum "Zombie", denn das kann man nimmer als Trancezustand bezeichnen. 

Für 2011 plane wir ja eine Staffel beim Kaindorfer 24h Rennen ... die Erfahrung von letzter Woche wird mir hier zu gute kommen.

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