27.07.2010

Ein Satz mit 'x' ...

... das war wohl nix!

Schade drum, denn die Veranstaltung am Zürichsee war echt gut organisiert und nur zu gerne hätte ich nach vier Laufrunden den Weg in den Zielkanal eingeschlagen und eine Finishermedaille entgegen genommen. Aber ... wenn es nicht geht, dann muss man das leider auch akzeptieren.
Nachdem die letzten vier Trainingswochen vor dem Bewerb quasi nicht existent waren, zwängte ich mich Sonntag morgens in meinen Neo. Meine Erwartungen hatte ich aufs "Finishen" zurückgeschraubt und nach vollen vier Wochen OHNE einen Meter im Pool/Teich/See war das Schwimmen die größte Unbekannte. Die Schwimmzeit von 1h 20min ist zwar meine schlechteste Splitzeit (fürs Schwimmen) in allen meinen bisherigen IM Bewerben, aber in Anbetracht der weiten Linie um die Bojen (um Schlägereien aus dem Weg zu gehen), der fehlenden Kraft im Oberkörper und leichten Problemen bei der Streckung geht das in Ordnung. Beim kurzen Landgang habe ich mir auch noch eine tiefe Schnittwunde zwischen den Zehen am linken Fuß zugezogen, jedoch war das vorerst nicht wirklich hinderlich.

Am Rad war ich dann auf der ersten Runde permanent auf der Überholspur. Unzählige Überholmanöver an teilweise riesigen Gruppen, die in TdF Manier unterwegs waren, führten mich  durch das Spalier am Heartbreak Hill auf die zweite Runde. Ich bin für meine Verhältnisse sehr verhalten gefahren, meine Beine haben sich toll angefühlt und in meinem Kopf keimte der Gedanke, dass ich wider erwarten doch noch ein gutes Ergebnis (auch was die Zeit betrifft) würde erreichen können. Aber ...

Nach etwa 110km habe ich dann in einem Baustellenbereich ein Schlagloch übersehen und ab diesem Zeitpunkt war ich ...
  • einerseits ohne meine Gel-Flasche unterwegs (deren Inhalt sich auf der Uferstrasse explosionsartig nach dem Aufprall am Asphalt verteilte) und ...
  • andererseits hatte ich Schmerzen im Rücken, die bewirkten, dass ich für den Rest der 2. Runde den Auflieger meiden musste.
Keine Chance mehr. Jedes kleine Schlagloch, jede Bewegung im Oberkörper bereitete mir Schmerzen. Ich schleppte mich zurück in die Wechselzone und die Laufschritte zu meinem Wechselplatz bewiesen mir leider, dass ich ans Laufen gar nicht denken durfte. Mist. Raus aus dem Rennen. Schade!

Fazit: echt schade, dass es in der Schweiz nicht funktioniert hat, aber ich bin weiter gekommen als ich erwartet hatte (die letzte Vorbereitungsphase bedenkend). Zwischenzeitlich habe ich nicht nur daran geglaubt sub10 finishen zu können, sondern auch schon an die Anmeldung für die nächste Langdistanz überlegt. 
Jetzt gilt es für mich aber in ersten Linie die Probleme mit meinem Bewegungsapparat in den Griff zu bekommen - erst dann denke ich wieder an eine Langdistanz. Bis dahin werde ich das Schwimmen und Laufen forcieren. Und das Mountainbiken und Bergwandern und Klettern und und und ...

1 Kommentar:

Der, der so heißt wie die Mayonnaise sich schreibt hat gesagt…

Gute Besserung Martin! Bis Lanza nächstes Jahr is noch lang .. denn das ist dann wieder DEIN Rennen ... bis dahin .. hab ich gehört, dass am 21.11. würden a paar Verrückte .. ach, lassen wir das :)

LG